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Rede Tarafa Baghajati: Nein zu Hass und Gewalt, Wien 18.12.2014 PDF Print E-mail
Written by Tarafa Baghajati   
Thursday, 18 December 2014


Nein zu Hass und Gewalt, Wien 18.12.2014, Stephansplatz, Wien

Rede von Tarafa Baghajati in Vertretung der IGGiÖ -

Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich 

 

Herzlichen Dank an den Veranstalter:

(Koran 14. Sure 25) Ein gutes Wort ist wie ein guter Baum, dessen Wurzel fest ist und dessen Zweige in den Himmel reichen.

Ich denke, liebe Freundinnen und Freunde, dass wir hier und heute ein gutes Wort sind, und wie bei einem Baum muss die Wurzel gepflegt und behutsam behandelt werden, um seine Festigkeit zu erreichen. Und ich denke, dass gerade hier die Herausforderung vorliegt, gemeinsam unsere Prinzipien zu verwurzeln, eben damit die schönen Zweige dieses Baumes in den Himmel reichen, und damit die Menschen diesen Baum auf verschieden Art und Weise nutzen können.

Nein zu Hass und Gewalt bedeutet mehr als die deutliche Verurteilung von Intoleranz und Terrorismus. Daran anschließen muss das persönliche Sich-einsetzen, damit eine andere Welt möglich ist.

Unterdrückung und Ungerechtigkeit müssen aufgezeigt werden. Denn kein Frieden ohne Gerechtigkeit.

Das fängt bei uns selber an: Wir müssen gemeinsam gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Generalverdacht gegen Minderheiten kämpfen. Unser Kreis hier mag klein sein, aber darin ist gewiss ein Beitrag zum Frieden national wie international.

 

Es werden  uns Musliminnen und Muslimen in Österreich klare und unmissverständliche Worte abverlangt, leider wird aber gleichzeitig unseren Botschaften nicht die angemessene mediale Präsenz geschenkt. Daher:

 

In tiefer Erschütterung verurteilen wir als Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich zum wiederholten Male jegliches Verbrechen im Namen des Islams von extremistischen Gruppierungen und Personen, die unsere Religion pervertieren; ohne Wenn und Aber. Diese haben nicht das geringste Recht, Muslime vertreten zu wollen. Sämtliche Werte des Islams und Christentums von der Achtung der Menschenwürde bis zum Schutz für religiöse und ethnische Minderheiten sind unverhandelbare universelle Werte, die nie mit Füßen getreten werden dürfen.

 

Schließlich möchte ich, liebe Freunde, auf ein gefährliches Phänomen in Deutschland hinweisen, PEGIDA wird es genannt. Manche denken leider, es nach Österreich zu bringen. Dieses Phänomen besteht darin die Straße durch Hass, Neid, Islamfeindlichkeit, Rassismus und Diskriminierung zu besetzen und eine emotionale Kluft in der Gesellschaft zu provozieren. Hier gilt es, Wachsamkeit zu bewahren und gemeinsam, wenn es notwendig ist, dieses Anliegen von heute nicht nur zu diesen besinnlichen Zeiten auf die Straße zu bringen, sondern öfter und über das ganze Jahr. Wo immer Hass und Diskriminierungsparolen herrschen, sichern wir unsere Zusammenarbeit und Kooperation zu, um den sozialen Frieden und Zusammenhalt in unserem schönen Österreich nicht zu gefährden.

Noch einmal die besten Wünsche der Islamischen Glaubensgemeinschaft und eine besinnliche Zeit: wassalamu-Alaikum. Friede sei mit Euch und mit uns allen.

 

Tarafa Baghajati

 

Presseberichte:

http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/66783.html

http://wien.orf.at/news/stories/2685051/

http://www.vienna.at/friedenskundgebung-am-stephansplatz-nein-zu-hass-und-gewalt/4181591

 

Last Updated ( Friday, 19 December 2014 )
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