Side Event, UN-Vienna: Religion in Prison

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Dienstag, 12 April, 2011
Side Event, UN-Vienna: Religion in Prison

Twentieth Session of the United Nations Commission on Crime Prevention and Criminal Justice

Vienna International Centre, 11-15 April 2011

SIDE EVENT ‘RELIGION IN PRISON’

TUESDAY 12 APRIL 2011, 12.30 - 13.45 hours

M Building – CONFERENCE ROOM M2

Organised by ICCPPC – The International Commission of Catholic Prison Pastoral Care

Guest Speakers:

His Eminence, Cardinal Christoph Schönborn – Roman Catholic Church

Oberkirchenrat Prof. Karl Schiefermair – Protestant Church

President Prof. Anas Schakfeh/ Mr. Tarafa Baghajati – Muslim Community

Archpriest Vladimir Tyschyk – Russian Orthodox Church

Mr. Gerhard Weißgrab – President, Austrian Buddhist Society

 

12.30 Arrival of Participants – informal gathering with speakers and light refreshments.

13.00 Presentation of the document – ‘Basic Principles on Religious Assistance in Prisons’

13.45 Conclusion of Event.


Schönborn: Religionsfreiheit gilt auch im Gefängnis

Neue Broschüre über Prinzipien der Gefängnisseelsorge in Wiener Uno-City präsentiert - Religionsvertreter betonen gemeinsames Anliegen der seelsorglichen Betreuung von Strafgefangenen

12.04.2011


Wien (KAP) Die Menschenrechte - und damit auch das Recht auf Religionsfreiheit - müssen auch für jene zehn Millionen Menschen gelten, die weltweit in Gefängnissen einsitzen. Das hat Kardinal Christoph Schönborn unterstrichen. Das Recht auf Religionsfreiheit beinhalte, dass jeder Strafgefangene das Recht habe, sein Religion auszuüben und Beistand und Begleitung von einem Seelsorger zu erhalten, so Schönborn. Er äußerte sich am Dienstag im Vienna International Centre ("Uno-City") bei der Präsentation einer neuen Broschüre über Gefängnisseelsorge.

Dass Dokument "Basic Principles: Religion in prison" wurde von der Internationalen Kommission der Katholischen Gefängnisseelsorge (ICCPPC) in Zusammenarbeit weiteren Organisationen verfasst, die sich der Gefängnisseelsorge widmen. In einem zweiten Schritt wurde das Dokument nochmals gemeinsam mit orthodoxen, muslimischen, buddhistischen und hinduistischen Vertretern überarbeitet.

Neben der Forderung nach der Gewährung gemeinsamer Gottesdienste für Häftlinge unter Berücksichtigung der Sicherheitsaspekte fordert das Dokument die Behörden außerdem auf, religiöse Praktiken und Regeln der Häftlinge wie Gebetszeiten, Ernährung, Feiertage etc. zu berücksichtigen. Die Broschüre ist auf Englisch, Spanisch und Russisch erschienen. Angeregt wurde auch eine arabische Übersetzung

Der Präsident der IPPCCP, Hofrat Christian Kuhn, äußerte sich im Rahmen der Präsentation zuversichtlich, dass das Dokument bald unter den Regierungen Beachtung finden werde und in den jeweiligen Justizsystem zu Verbesserungen Anlass gebe.

Zwei prominente kirchliche Personen haben Vorwörter zur Broschüre verfasst: Kardinal Schönborn und der russisch-orthodoxe Metropolit Hilarion. Je schlechter das Justizsystem funktioniert, desto wichtiger werde die Rolle der Gefängnisseelsorger, wenn es etwa darum gehe, gegen Folterpraktiken aufzutreten, schreibt Schönborn. Die Seelsorger hätten die Pflicht, sich für die Rechte der Gefangenen einzusetzen und in Zusammenarbeit mit den Behörden Verbesserungen zu ereichen.

Gemeinsam mit Kardinal Schönborn unterstrichen bei der Präsentation weitere Vertreter der Kirchen und Religionen die Bedeutung der Gefängnisseelsorge. Für die evangelische Kirche der lutherische Oberkirchenrat Karl Schiefermeier, für die orthodoxe Kirche Erzpriester Wladimir Tyschuk, für die Islamische Glaubensgemeinschaft deren Präsident Prof. Anas Schakfeh sowie Tarafa Baghajati und der Präsident der Österreichischen Buddhistischen Gesellschaft, Gerhard Weißgrab.

Multireligiöse Gefängnisse

Der evangelische Oberkirchenrat Karl Schiefermeier verwies am Rande der Präsentation im Gespräch mit "Kathpress" auf die multikulturelle und multireligiöse Realität in den österreichischen Gefängnissen. Die Seelsorge lasse sich nicht mehr auf die katholische und evangelische Kirche beschränken. Es brauche eine verstärkte interreligiöse Zusammenarbeit. Die orthodoxe Kirche und die Islamische Glaubensgemeinschaft seien gerade dabei, ihre Gefängnisseelsorge aufzubauen, auch die Israelitische Kultusgemeinde tätige entsprechende Schritte.

Gefängnisseelsorge gehöre ganz wesentlich zum Justizsystem dazu und sei kein zusätzliches mögliches Bonus-Angebot, hielt Schiefermeier fest. Gerade auch für eine gelingende Resozialisation der Strafgefangenen könne eine seelsorgliche Betreuuung von großem Nutzen sein.

Zehn Millionen Menschen sind weltweit in Haft, ein Viertel davon allein in den USA. In Österreich gibt es etwa 9.000 Häftlinge in 27 Haftanstalten. Knapp 35 haupt- und ehrenamtliche katholische Seelsorger sind derzeit aktiv. In der evangelischen Kirche sind es 22 Mitarbeiter.

Die ICCPPC (105 Mitgliedsländer weltweit) vertritt die Anliegen der Gefangenen und der Gefängnisseelsorger. Sie wurde 1950 auf Initiative des Vatikanischen Staatsekretariats (insbesondere des späteren Papstes Paul VI.) gegründet und hat als NGO einen offiziellen Beobachterstatus bei der UNO. Das Hauptanliegen der Organisation ist das Engagement gegen die Todesstrafe und für Mindeststandards in den Gefängnissen.


12-04-2011 / 16:10 h

Viena, 12 abr (EFE).- Líderes religiosos cristianos, budistas y musulmanes pidieron hoy más respeto y más apoyo a las necesidades espirituales de los presos, en la presentación hoy en Viena de un documento que recoge recomendaciones para que los países incluyan este asunto dentro del respeto a los derechos humanos.

"Creo que la dimensión religiosa de la vida de los presos es un asunto cada vez más importante en la conciencia de todas las creencias religiosas y el reconocimiento de esa dimensión debería ser reconocida mundialmente", aseguró el cardenal de Viena Christoph Schönborn.

El purpurado austríaco es el autor del prefacio de un documento preparado por la Comisión Internacional de Atención Pastoral en la Prisiones (ICCPPC), presentado en el marco de la Comisión de la ONU para la prevención del crimen y la justicia penal, que se celebra hasta el viernes en Viena.

Este texto ha recibido el apoyo de países como Argentina, Brasil, Italia, Austria y Polonia, y expone una serie de peticiones para garantizar que los presos puedan profesar su religión mientras están entre rejas y recibir asistencia espiritual.

Así, por ejemplo, se pide que las cárceles tengan recintos preparados tanto para celebrar ceremonias religiosas como para que los guías espirituales puedan atender en privado a los internos, y que la privación de derechos religiosos no sea nunca empleada como una medida disciplinaria.

En relación a los países o regiones donde la aplicación de esos principios de respeto es más difícil, Christian Kuhn, presidente de la ICCPPC, indicó que "muchos países aún tiene que mejorar la situación de la atención espiritual en las prisiones", pero declinó dar ejemplos concretos.

Además, destacó que la guía espiritual debe ser un derecho y nunca una imposición, por lo que aseguró que este documento no quiere fomentar ningún tipo de "actividad misionera" que pueda ser ofensiva para personas que ya padecen muchas restricciones.

Por su parte, Tarafa Baghajati, representante de la comunidad musulmana en Austria, aseguró que el texto es un "primer paso" de cara a un reconocimiento más oficial.

"El siguiente paso sería aclarar que este documento no es un documento cristiano. Puedo imaginar que la comunidad islámica podría tomar la iniciativa y que algún país presentara (el documento) y lograr éxitos prácticos en este sentido", dijo Baghajati. EFE

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