Winter Susanne

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TV: Austria plagued with Islamic controversy

Austrian authorities have prosecuted the leader of the right-leaning Freedom Party of Austria for inciting religious hatred, but some say the move sacrifices people's freedom of speech.

In 2008, Susanne Winter became a hate figure among much of Europe's Muslim community.

She told her fellow members at the right-leaning Freedom Party of Austria that, if the Prophet Mohammed were alive today, he would be considered a child molester. Austria, she warned, faced an "Islamic immigration tsunami".

"Over the past 10 years we've become the third largest party in Austria, so I know people agree with us. 'Mainstream' parties are trapped by political correctness. We don't play on fears, we raise the genuine concerns of normal people," Winter says.

Austria's politicians and its president, however, were swift in their condemnation. A two-year suspended sentence for inciting religious hatred and a  € 24,000 fine followed.

Austria's Muslims feel bolstered by her punishment - a victory in the fight against, what they call, an increasingly dangerous trend spreading across the continent.

"The new cultural racism is Islamophobia. In this sense we are concerned about the situation in Europe, but especially also in our country Austria," Tarafa Baghajati from the Initiative of Muslim Austrians says.

Europe is split over its position on Islam. Supporters of Dutch politician Geert Wilders described Britain's decision to refuse him entry over his anti-Islamic rhetoric as disgusting and cowardly. In Germany, a lack of media coverage of the murder of Marwa el-Sherbini sparked outrage in her native Egypt.

Austria itself is no stranger to the Islamic debate. In recent years, the country's politics have been torn between moderates and nationalists. Right-wing parties have been strengthening their position by playing on fears of mass immigration from Muslim countries. Until his death last year, the controversial and far-right figure Jorg Haider was Austria's most famous MP.

However, Tarafa Baghajati's wife thinks the country still has a much better relationship with Muslims than Germany, for example. Carla, who converted to Islam in 1989, renounced her German citizenship.

"I'm happy for the role we Muslims have in Austria and official

recognition. I really appreciate that we have the basis for an institutional dialogue. And it works out well, especially in the case of crisis as we saw with Susanne Winter," Carla Baghajati says.

Yet others have seen Winter's case not as an attack on Islam, but on freedom of speech. A German alternative news website backed her and, for similar reasons, reprinted the controversial Danish cartoons of the prophet Muhammad, two years ago, saying it was fighting to protect traditional European values.

"If you are a woman, a Jew or a homosexual, you have problems with Islam. We feel that all these archaic ideas are against what we believe are human rights," Dr Christine Dietrich from the "Politically Incorrect" website says.

The Viennese Islamic Centre, built in 1979 on the outskirts of the city, is one of only two mosques in all of Austria that looks identifiably like a mosque, while the rest are housed in ordinary looking buildings. It is surprising, given that for such a small country its 400,000 strong Muslim community makes up almost 5% of the total population.

The likelihood is that figure will continue to grow. Austria, and all of Europe, is at a crossroads in its relationship with Islam. The absence of a visible, architectural symbolism belies deep, and potentially explosive, emotions on both sides.

Interviews mit Tarafa Baghajati und Omar Al-Rawi auf Al-Jazeera online

Wien. Die Islam - Beschimpfung der Grazer FPÖ - Spitzenkandidatin Susanne Winter erregten auch international Aufsehen. Auf der Homepage des arabischen Fernsehsenders Al-Jazeera ist am Sonntag ein Artikel in arabischer Sprache erschienen. Darin schildern Imam Tarafa Baghajati, Mitgründer der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen, und SPÖ-Politiker Omar Al-Rawi die Ereignisse rund um die Grazer Gemeinderatswahl.

Baghajati und Al-Rawi hätten "in einer profunden und fairen Weise" über die Vorgänge in Österreich berichtet, sagte Baghajati. So würden auch die klaren Verurteilungen der islamfeindlichen Äußerungen durch Politik, Religionsgemeinschaften und Zivilgesellschaft in dem Bericht erwähnt. Namentlich genannt werden laut Baghajati Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (S), Außenministerin Ursula Plassnik (V) und der steirische Landeshauptmann Franz Voves (S), der sich für die Beleidigungen Winters entschuldigt hatte.

Erwähnt werden laut Baghajati auch die Israelitische Kultusgemeinde sowie die evangelisch-lutherische Diözese, die bei der Staatsanwaltschaft Graz eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Verhetzung gegen Winter eingebracht hatte. Thema sei auch der Aufruf der Islamischen Glaubensgemeinschaft zu Besonnenheit.

Aufgrund dieser Reaktionen sieht Baghajati auch in Fall Winter einen Unterschied zum Konflikt um die in Dänemark erschienen Mohammed-Karikaturen, der weltweit zu Ausschreitungen geführt hatte. Das sei auch an den Postings zum Artikel erkennbar. Diese seien durchwegs gelassen. Ein einziger User rufe zur Gegenreaktion auf, alle anderen würden die Hoffnung äußern, dass Winter bei der Wahl die Rechnung präsentiert bekomme, sagte Baghajati.

Die Telefon-Interviews mit Al-Jazeera seien auf Initiative des Senders entstanden. Denn die Glaubensgemeinschaft habe entschieden, den Konflikt nicht von sich aus international zu thematisieren, so Baghajati. Droh-Video auf YouTube

Auf der Internet-Plattform "YouTube" ist am Sonntag auch ein neues Video gegen die Grazer FPÖ-Spitzenkandidatin Susanne Winter aufgetaucht. In dem Clip sieht man zunächst ein Foto Winters, darüber blinkt der rote Schriftzug: "Susanne Winter ermordet". Es folgen bewegte Bilder eines Polizei- und Rettungseinsatzes in der Nacht. Am Ende des kurzen Videos tragen zwei Männer einen Sarg aus einem Haus. Das Innenministerium prüft das Video.

Leser Brief zu Hans Rauschers Kolumne RAU - Dänenmut

Es steht außer streit das man sich von Gewalt und Mordabsichten distanziert und dies Verurteilt. In einem Rechtstaat ist es auch Sache der Polizei Gesetzesübertretungen zu ahnden. Warum alle Zeitungen Dänemarks jetzt einen alten Konflikt durch wieder Veröffentlichung der Karikaturen wieder aufwärmen müssen, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Nach den Morddrohungen gegen Sussane Winter ist es Gott sei dank keinen Österreichischen Politiker eingefallen Ihre Beschimpfungen und Ausfälle zu wiederholen um einen Zeichen gegen „Fanatismus und für die Verteidigung der Meinungsfreiheit" zu setzten. Dies hätte auch hoffentlich Hans Rauscher nicht als Österreichermut bezeichnet.

Kulturkampf, abgesagt

Österreichs Muslime bleiben nach Mohammed-Bashing gelassen

Susanne Winter, Spitzenkandidatin der rechten "Verhetzungspartei FPÖ" (Der Standard) für die Gemeinderatswahlen in Graz, ist über die Muslime hergezogen. Deren Prophet Mohammed sei nach heutigen Maßstäben ein "Kinderschänder" (wegen dessen Lieblingsfrau Aischa, die er noch im Kindesalter geheiratet hat). Außerdem habe er den Koran während "epileptischer Anfälle" geschrieben. Das reichte - wie zu erwarten war - für fette Schlagzeilen. Aber reicht es auch für eingeschlagene Fensterscheiben und brennende Botschaften wie beim Karikaturenstreit?

Eher nicht. Denn das Bemerkenswerteste an der gegenwärtigen Aufregung ist das Verhalten der österreichischen Muslime. Omar al-Rawi, Integrationsbeauftragter der Islamischen Gemeinschaft, sagte in einer spontanen Reaktion, die Wähler würden dies zu würdigen wissen. Imam Mouhanad Khorchide erklärte, man dürfe der FPÖ "nicht den Gefallen machen, sich aufzuregen". Carla Amina Baghajati, Sprecherin der Islamischen Gemeinschaft, forderte eine "vernünftige, konstruktive Diskussion", und Tarafa Baghajati, der umtriebige Vormann der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen, kündigte gar eine "Charmeoffensive" an - offene Moscheen und ganz viel Dialog.

Auch das offizielle Österreich ließ seine Muslime nicht allein. "Absolut inakzeptabel" seien Winters Sprüche, so Bundespräsident Heinz Fischer. Kanzler Alfred Gusenbauer sagte beim Festakt zum einjährigen Regierungsjubiläum: "Niemand hat das Recht, andere zu beleidigen." An dieser Stelle erhielt er den mit Abstand längsten Applaus. Die evangelische Kirche zeigte Susanne Winter wegen Volksverhetzung an.

Diesmal wird der clash of civilizations also mit vertauschten Rollen gespielt. Xenophobe fundamentalistische Wirrköpfe auf der einen Seite, die Muslime dagegen auf der Seite der Vernunft und des friedlichen Dialogs. Und nahezu das gesamte offizielle Österreich erklärt Frau Winter zum politischen Paria. Wunderbar, eigentlich. Liefe es immer so, der Kampf der Kulturen würde glatt ausfallen.

Geplante "Charmeoffensive"

Reaktionen: "Man kann das nicht totschweigen"

Die Grazer FP-Spitzenkandidatin sorgt mit ihren Attacken gegen den Islam für Empörung

Der palästinensische Scheich Adnan Ibrahim hat seine Predigt für das Freitagsgebet in der Leopoldstädter Schura-Moschee schon fast im Kopf. Der Imam, dessen Gotteshaus jede Woche vor allem arabische Gläubige aufsuchen, hat für seine Diplomarbeit nämlich das wahre Alter der Gattin des islamischen Propheten Mohammed mittels komplizierter Zeitrechnungen erforscht, wie Omar al Rawi, Integrationsbeauftragter der muslimischen Gemeinschaft Österreichs versichert: „Aischa war bei ihrer Verehelichung mindestens zwanzig Jahre alt – diese Erkenntnis kann Adnan Ibrahim mit religiösen wie historischen Quellen belegen.“ Und noch etwas will der Scheich am Freitag seinen muslimischen Mitbrüdern mit auf den Weg geben: „Dass das Verheiraten von Kindern im Islam absolut nichtig und inakzeptabel ist.“

Seit die Grazer FP-Spitzenkandidatin Susanne Winter beim blauen Neujahrstreffen am Sonntag den Begründer des Islam als „Kinderschänder“ verunglimpfte, weil sich dieser ein sechsjähriges Mädchen zur Frau genommen habe, sind Österreichs Muslime höchst beunruhigt. Auch die Staatsanwaltschaft wurde aktiv und prüft den Verdacht der Verhetzung. Jetzt muss Winter zu ihren Aussagen Stellung nehmen. Sollte es zu einer Anklageerhebung und Verurteilung kommen, drohen bis zu zwei Jahren Haft.

Besorgte Muslime

In der Islamischen Glaubensgemeinschaft ist man alarmiert: Obwohl die Glaubensgemeinschaft zuerst noch die Grazer Gemeinderatswahl am Sonntag abwarten wollte, um auf Winters Islam-Attacken angemessen zu reagieren, treten Vertreter und Vereine nun doch schon Dienstagabend zusammen, um über die jüngsten politischen Entgleisungen zu beraten. Präsident Anas Schakfeh will die „zornigen“ Muslime beruhigen, um Ausschreitungen und Krawalle zu verhindern. Er erhalte laufend Anrufe und E-Mails von besorgten Muslimen, versuche auf sie einzuwirken, könne allerdings mögliche Auseinandersetzungen nicht ausschließen, sagt er. Für die Islamische Glaubensgemeinschaft steht jedenfalls fest: „Man kann diese ungeheuerlichen Dinge nicht einfach totschweigen“, erklärt Sprecherin Carla Amina Baghajati. „Wir brauchen zu den Aussagen eine vernünftige, konstruktive Diskussion.“

Auf letzteres hofft auch Imam Mouhanad Khorchide. Er will beim Freitagsgebet in seiner Wiener Gemeinde „deeskalierend wirken“. Man dürfe der FPÖ „nicht den Gefallen machen, sich aufzuregen“. Klar sei, dass die Freiheitlichen „mit dem Feuer spielen“. Für Khorchide ist das alles vor allem nur eines: Kalkül und Inszenierung. „Die Frau Winter hat eine Woche zuvor wahrscheinlich gar nicht gewusst, was sie da sagen wird. Die FPÖ hat da abgetestet, wie weit sie gehen kann.“ Früher seien es die Ausländer, dann die Muslime gewesen, jetzt gebe es aber eine „extreme Steigerung: Nun wird der Prophet direkt beleidigt.“

Für den Politikwissenschafter Peter Filzmaier ist das „strategische Kalkül“ der FPÖ aber längst aufgegangen. Schließlich habe es sich um eine Veranstaltung der lokal fünftstärksten Partei gehandelt, und trotzdem habe diese es zur bundesweiten Top-Meldung geschafft. Einen Rücktritt Winters wäre daher „unlogisch“.

Geplante „Charmeoffensive“

Der Sprecher der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen, Tarafa Baghajati, sieht die Latte für islamfeindliche Aussagen dank ÖVP-Politikern wie dem niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll, der Minarette als „artfremd“ bezeichnet hat, sozusagen hochgelegt: „Da muss die FPÖ jetzt natürlich noch eines draufsetzen.“ Baghajati will die Aussagen Winters nicht überbewerten, sieht jedoch die Gefahr, dass damit für Österreich eine „Rufschädigung“ entsteht. Er erwartet sich daher vom Bundespräsidenten abwärts „ganz klare Aussagen, dass diese Herabwürdigungen in keinster Weise eine österreichische Meinung“ ist. Baghajati regt eine „Charmeoffensive“ an, im Zuge derer die Moscheen vor allem Nichtmuslimen für Debatten über strittige Fragen den Islam betreffend offenstehen sollen.

Im Grazer Rathaus kam der Interreligiöse Beirat der Stadt am Montag zu einer außerordentlichen Tagung zusammen. In einer gemeinsamen Stellungnahme kritisierten die Religionsvertreter die „Pauschaldiffamierungen und Generalbeschuldigungen“ Winters. Der Vorsitzende des Grazer Menschenrechtsbeirates, Völkerrechtler Wolfgang Benedek, der den Wahlkampf monatelang analysierte und mit einem Ampelsystem bewertete, fordert Winter zum Rücktritt auf und sieht „einen Schaden und eine ernste Gefährdung“ für Graz: „Wie ernst die Lage ist, sehen Sie, wenn Sie türkische Zeitungen lesen, die bereits davon berichten.“

Der Präsident der ägyptischen Gemeinde, Soleiman Ali, der für die SPÖ bei den Gemeinderatswahlen kandidiert, erstattete zudem Anzeige gegen Winter wegen Herabwürdigung von Religionsgemeinschaften (§188 Strafgesetzbuch) und Verhetzung (§283). Was die Verhetzung anlangt, rechnet Robert Kert, Strafrechtsexperte an der Universität Wien, nicht mit einer Verurteilung.

Seit Montag gibt es aber nun auch in Winters eigenen Reihen einen Islamverteidiger: Der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer forderte eine differenzierte Sichtweise: „Den Islam als solchen als Übel anzusehen halte ich nicht wirklich für angebracht.“

Selbst die Noch-Klubobfrau der FPÖ im Grazer Gemeinderat, Margit Uray-Frick, ist empört über ihre Parteikollegin. Sie steht kurz vor dem Parteiaustritt. "Das ist nicht mehr meine Partei", sagte Uray-Frick. "Mir stellt's die Gänsehaut auf. Jetzt ist Schluss mit lustig."

(cms, kmo, nw, pm/DER STANDARD, Printausgabe, 15.1.2008/APA)

Bericht über Islam-Beschimpfungen auf Al-Jazeera online

Interviews mit Imam Tarafa Baghajati und Omar Al-Rawi: "Haben in einer profunden und fairen Weise über Vorgänge berichtet"

Wien - Die Islam-Beschimpfung der Grazer FPÖ-Spitzenkandidatin Susanne Winter erregen offenbar international immer mehr Aufsehen. Auf der Homepage des arabischen Fernsehsenders Al-Jazeera ist am Sonntag ein Artikel in arabischer Sprache erschienen. Darin schildern Imam Tarafa Baghajati, Mitgründer der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen, und SPÖ-Politiker Omar Al-Rawi die Ereignisse rund um die Grazer Gemeinderatswahl, sagte Baghajati im Gespräch mit der APA.

"Profund und fair"

Baghajati und Al-Rawi hätten "in einer profunden und fairen Weise" über die Vorgänge in Österreich berichtet, so Baghajati. So würden auch die klaren Verurteilungen der islamfeindlichen Äußerungen durch Politik, Religionsgemeinschaften und Zivilgesellschaft in dem Bericht erwähnt. Namentlich genannt werden laut Baghajati Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, Außenministerin Ursula Plassnik und der steirische Landeshauptmann Franz Voves, der sich für die Beleidigungen Winters entschuldigt hatte.

Erwähnt werden laut Baghajati auch die Israelitische Kultusgemeinde sowie die evangelisch-lutherische Diözese, die bei der Staatsanwaltschaft Graz eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Verhetzung gegen Winter eingebracht hatte. Thema sei auch der Aufruf der Islamischen Glaubensgemeinschaft zu Besonnenheit.

Unterschied zu Mohammed Karikaturen

Aufgrund dieser Reaktionen sieht Baghajati auch in Fall Winter einen Unterschied zum Konflikt um die in Dänemark erschienen Mohammed-Karikaturen, der weltweit zu Ausschreitungen geführt hatte. Das sei auch an den Postings zum Artikel erkennbar. Diese seien durchwegs gelassen. Ein einziger User rufe zur Gegenreaktion auf, alle anderen würden die Hoffnung äußern, dass Winter bei der heutigen Wahl die Rechnung präsentiert bekomme, sagte Baghajati.

Die Telefon-Interviews mit Al-Jazeera seien auf Initiative des Senders entstanden. Denn die Glaubensgemeinschaft habe entschieden, den Konflikt nicht von sich aus international zu thematisieren, so Baghajati. (APA)

Link zur "Aljazeera": http://www.aljazeera.net/NR/exeres/8B6F5807-DB97-421C-BBCF-83BFB65B7BE3.htm

 

Omar Al-Rawi vom Falter zum "Hero der Woche" gewählt

Er macht derzeit einiges mit. Mal bedroht ihn einer am Telefon mit dem Umbringen, dann legen Moscheegegner in Linz Schweineköpfe auf den Baugrund des Gotteshauses, um Muslime symbolisch zu erniedrigen. Jetzt nennt die FPÖ-Politikerin Susanne Winter Mohammed einen "Kinderschänder". Omar Al-Rawi hätte also allen Grund dazu, einmal richtig auf den Tisch zu hauen. Doch er bleibt ruhig. Als Integrationsbeauftragter der Islamischen Glaubensgemeinschaft setzt er auf Deeskalation und demokratischen Protest bei Wahlen. Ein Blick in andere Länder (etwa Dänemark nach dem Karikaturenstreit) zeigt, dass manche muslimische Funktionäre gerne zu regelrechten Hasskampagnen anstacheln, wenn sie sich beleidigt fühlen. Nicht so in Wien. Hier ist die Extremistenszene überschaubar - auch dank interkultureller Dolmetscher wie Al-Rawi. Er widerlegt die islamophoben Hetzer auf seine, auf demokratische Art.

Reaktion auf die FPÖ Tagung und Angriff auf die Muslime in Graz

Just zu Beginn des europäischen Jahr des Interkulturellen Dialogs melden sich die Freiheitlichen zu ihrer Neujahrstagung mit rassistischen und islamfeindlichen Tönen.

Das „Islam Basching“ der FPÖ hat ein Niveau erreicht, das es einem den Magen verdreht und  dabei übel wird. Es scheint, dass die FPÖ „Islamfeindlichkeit“ als einziges Wahlprogramm entdeckt hat und sonst keine politischen Inhalte zu bieten hat.

Die Respektlosigkeit machte nicht mal vor dem Propheten des Islams halt. Mit lauter unwahren Behauptungen werde versucht auf unterstem Niveau die Muslime Österreichs zu provozieren. Anscheinend steht der Frau Winter das Wasser bis zum Hals. Die beste Reaktion auf diese Aussage ist eine demokratische Antwort  am Wahltag. Alle vernünftigen und friedvollen Menschen sind aufgerufen, diese Partei bei der Wahl einen Denkzettel zu verpassen und endlich Österreich von dieser „Truppe“ zu erlösen und in die Bedeutungslosigkeit zu verweisen, wo sie auch hingehören. Die wunderbare und schöne  Stadt Graz als Kulturhauptstadt hat es nicht verdient von solch einer Politikerin vertreten zu werden. Solche Wahlkämpfe erinnern an eine Zeit die wir als überwundren geglaubt haben.

Dipl.-Ing. Omar Al-Rawi

Integrationsabeauftragter der Islamischen Glaubengemeinschaft in Österreich

 

 

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