Solidarität Terroranschlag

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Nazi-Attacke gegen die Moschee in Telfs/Tirol - Hakenkreuzschmiererei

Die Islamische Glaubensgemeinschaft IGGiÖ verurteilt aufs schärfste die islamfeindliche und rassistische Nazi-Attacke gegen die Moschee in Telfs/Tirol. Wir rufen in Erinnerung, dass sich Angriffe gegen muslimische Einrichtungen häufen. Unlängst wurden Schweineköpfe auf dem Baugrund einer islamischen Schule deponiert. Die Hakenkreuzschmierereien in Telfs sind nicht als bloße "Ausländerfeindlichkeit" oder "Fremdenfeindlichkeit" einzuordnen, sondern als rassistisch und islamfeindlich. Muslime sind keine Fremden, sondern ein Teil Europas und Österreichs. Der Rückgriff auf Nazisymbolik stellt eine Gefahr für die gesamte Gesellschaft und nicht nur für Muslime dar. Dies verlangt nach einer entschlossenen Zurückweisung, die wir vermissen. Islamfeindlichkeit zu bekämpfen ist nicht primär Aufgabe der Muslime. Ebenso entschlossen wie Tendenzen von Antisemitismus entgegengetreten werden muss, gilt es auf Attacken gegen muslimische Einrichtungen zu reagieren. Antisemitismus und Islamfeindlichkeit sind zwei Seiten einer Medaille, was gerade das Hakenkreuz ins Bewusstsein bringt.

Dr. Fuat Sanac, Präsident der IGGiÖ

Rückfragehinweis:
Carla Amina Baghajati
Medienbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft

Abscheu vor den IS Gewaltexzessen – Appell an die Öffentlichkeit diesen Terror nicht mit „dem Islam“

In tiefer Erschütterung verurteilen wir als Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich IS zum wiederholten Male. Angesichts der von ihnen verübten Gräueltaten fehlen die Worte das Entsetzen zu beschreiben. In ihrem politischen Anspruch sind sie völlig wirr und verblendet. Sie haben nicht das geringste Recht, Muslime vertreten zu wollen. So wie sie sich aufführen, pervertieren sie unsere Religion. Sämtliche Werte des Islams von der Achtung der Menschenwürde bis zum Schutz für religiöse und ethnische Minderheiten werden von ihnen mit Füßen getreten. Ihnen muss klar vermittelt werden, dass Muslime sie global dermaßen heftig ablehnen, dass jegliches Eintreten in einen theologischen Diskurs ausgeschlossen ist. Sie sind Verbrecher.

Wir appellieren an die Öffentlichkeit, diese klare Haltung der schärfsten Verurteilung von IS seitens der Muslime wahrzunehmen. Wir vermeiden es, IS mit religiösen Argumenten abzuqualifizieren und zwar nicht, weil wir diese nicht hätten, sondern weil wir ihnen mit dem Einstieg in theologische Dispute keinen Anlass zu ihrer Aufwertung geben möchten. Von jedem Standpunkt der Menschlichkeit und der Barmherzigkeit – auch das ein zentraler Wert des Islams! – richten sie sich selbst.

Es wäre fatal, wenn die Politik des Terrors und Schreckens eine Entfremdung zwischen Muslimen und Andersgläubigen zur Folge hätte. Denn genau dies ist eines der Ziele dieser Terroristen, deren krude Sicht ja von der Polarisierung zwischen ihnen und allen anderen – den „Ungläubigen“ – lebt. Dazu rechnen sie auch uns Muslime, die ihr wirres und gefährliches Weltbild nicht teilen.

Wir drücken unser Mitgefühl mit allen Menschen aus, die unter der Barbarei von IS leiden, insbesondere auch der christlichen und jesidischen Minderheit. Gleichzeitig erinnern wir daran, dass IS nicht über Nacht so stark wurden. Sie konnten sich in Syrien von der Weltöffentlichkeit völlig ungestört ausbreiten, auch weil das dortige Regime ein Interesse daran hat, diesen Terrorismus zu fördern. Dutzende Extremisten wurden von Baschar al Asad eigens dazu aus den Gefängnissen entlassen.

Eine Befriedung der Region kann nur erreicht werden, wenn die Komplexität der Situation erfasst wird. Dazu können unabhängige Medien einen entscheidenden Anteil leisten. An dieser Stelle drücken wir unsere Hochachtung vor der journalistischen Arbeit des ermordeten James Foley aus. Er wie allen seinen Kolleginnen und Kollegen, die unter Gefährdung ihres Lebens ihre Arbeit tun, um gerade angesichts von Propagandaschlachten in Krisenregionen ein möglichst reales Bild der dortigen Lebenswirklichkeit zu vermitteln, ist die vollste Solidarität auszusprechen.

Rückfragehinweis:

Carla Amina Baghajati
Medienbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft

Schärfste Verurteilung des Anschlags auf Christen in Nigeria

Als gläubige Muslime sind wir tief erschüttert von dem blutigen Anschlag auf Christen in Nigeria, verübt zu Ostern unmittelbar bei einer Kirche. Diese Tat sollte einen Aufschrei des Entsetzens und eine entschiedene Verurteilung gerade von muslimischer Seite nach sich ziehen. Denn neben Mitgefühl mit den unschuldigen Opfern und der Betonung des Menschenrechtes auf Leben und Religionsfreiheit muss auch eine scharfe Zurückweisung aus islamisch-theologischer Sicht erfolgen.

So gering die Zahl hassgeleiteter Fanatiker auch sein mag, so schrecklich sind die Folgen, wenn deren Gewaltbereitschaft menschliches Leid auslöst. Darum ist deren Ideologie als Pervertierung grundlegender Prinzipien des Islam zurückzuweisen. Argumentativ muss ihnen auch im Bemühen um Prävention jeder Boden einer religiösen Rechtfertigung entzogen werden.  Mord ist eine der größten Sünden – und nie eine Heldentat!

Gerade religiöse Autoritäten seien sich ihrer Verantwortung bewusst, wenn sie zu Fragen des interreligiösen Zusammenlebens und der Religionsfreiheit Stellung nehmen. Denn selbst wenn die extremistische Sekte in Nigeria längst nur mehr ihren eigenen wirren Auslegungen folgt, soll in der breiten muslimischen Öffentlichkeit das Bewusstsein für den hohen Wert friedlichen Zusammenlebens und Kooperation der Religionsgemeinschaften gestärkt werden. Da darf kein Zweifel am Recht auf Religionsfreiheit und dem Erhalt einer religiösen Infrastruktur gestreut werden. Daher sei an dieser Stelle an ein Wort aus dem Koran erinnert, das die Gotteshäuser anderer Religionen ausdrücklich unter Schutz stellt: „Und wenn nicht Gott die einen Leute von den anderen abgehalten hätte, dann wären sicher Klöster, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in welchen Gottes Namen reichlich lobgepriesen wird, zerstört worden…“ (Koran 22:40)

Wien, am 8. April 2012

Carla Amina Baghajati

für die Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen

IGGiÖ Verurteilung der Gewalt an Christen in Bagdad

Schärfste Verurteilung des frevelhaften Anschlags auf eine Kirche im Irak

Schockiert zeigte sich Präsident Schakfeh, derzeit auf einer Konferenz in Genf, angesichts des Angriffs auf die christliche Bevölkerung in Bagdad. Für die Geiselnahme von betenden Menschen in einer Kirche, die mit dutzenden Toten endete, könne es keinerlei Rechtfertigung geben.

Für die Islamische Glaubensgemeinschaft hatte  Omar Al Rawi in einer ersten Stellungnahme unmittelbar nach Bekanntwerden der hohen Opferzahl wie folgt Stellung genommen: „Wir sehen es als unsere Pflicht an, diese Angriffe auf das Schärfste zu verurteilen, und drücken unser tiefstes Bedauern und unser Mitgefühl allen Leidtragenden und Hinterbliebenen aus. Gleichzeitig fordern wir die Regierung im Irak auf, endlich ihrer Aufgabe nachzukommen und für den Schutz der Bevölkerung,  insbesondere den Schutz der Minderheiten zu sorgen. Es ist zu hoffen, dass die politischen Parteien und Lager endlich ihre Differenzen überwinden  und  sieben Monate nach den Parlamentswahlen eine amtsfähige neue Regierung bilden.“

Die christliche Minderheit war immer schon ein Zeichen der ethnischen und religiösen Vielfalt des Iraks. Eine lange Tradition gegenseitiger Toleranz und Respekts und des friedlichen Miteinanders war ein positives Kennzeichen des Iraks.

Dieser feige Angriff stellt leider einen traurigen Höhepunkt in der derzeitigen ohnedies durch ethnische und religiöse Konflikte gespannten Lage im Irak dar.

Es war und ist die Pflicht der Muslime nicht nur in Friedenszeiten Toleranz und Respekt mit den religiösen Minderheiten zu leben, sondern auch für deren Schutz zu sorgen und ihre Religions- und Gewissensfreiheit zu garantieren. Dies begründet sich auf zahlreiche eindeutige Aussagen im Koran, wo es etwa heißt:

„… Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätte, so wären gewiss Klausen, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen des  Namen Allahs häufig gedacht wird, niedergerissen worden….“ (Koran, 22:40)

Auch das Beispiel des Propheten Muhammad legt beredtes Zeugnis dafür ab, dass Gotteshäuser der Religionen zu schützen sind. Er stellte zum Beispiel einen eigenen Schutzbrief für das bis heute bestehende Katharinenkloster in der Nähe des Berges Sinai aus.

Daher hoffen wir, dass die muslimische Mehrheitsbevölkerung in Bagdad ihren Beitrag leistet und gegen die Gewalt ein klares Wort spricht, die Übergriffe aufs Schärfste verurteilt und ihre Solidarität mit den christlichen Mitbürgern zum Ausdruck bringt.

Rückfragehinweis:

Omar Al Rawi, Integrationsbeauftragter der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Oder

Carla Amina Baghajati, Sprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaft.


Gewalt an Christen in Bagdad - Stellungnahme

Mit großer Sorge und Betroffenheit verfolgen wir die jüngsten Nachrichten über den Angriff auf die christliche Bevölkerung in Bagdad und die Geiselnahme von betenden Menschen in eine Kirche.

Die christliche Minderheit war immer schon ein Zeichen der ethnischen und religiösen Vielfalt des Iraks. Eine lange Tradition gegenseitiger Toleranz und Respekt und des friedlichen Miteinanders war ein positives Kennzeichen des Iraks.

Dieser feige Angriff stellt leider einen vorläufigen traurigen Höhepunkt in der derzeitigen ohnedies durch ethnische und religiöse Konflikte gespannten Lage im Irak dar.

Wir sehen es als unsere Pflicht an, diese Angriffe auf das Schärfste zu verurteilen, und drücken unser tiefstes Bedauern und unser Mitgefühl allen Leidtragenden und Hinterbliebenen aus.

Gleichzeitig fordern wir die Regierung im Irak auf endlich ihrer Pflicht nachzukommen um für den Schutz der Bevölkerung insbesondere der der Minderheiten zu sorgen. Es ist zu hoffen, dass die politischen Parteien und Lager endlich ihre Differenzen überwinden, und  7 Monate nach den Parlamentswahlen endlich eine amstfähige neue Regierung bilden.

Es war und ist die Pflicht der Muslime nicht nur in Friedenszeiten Toleranz und Respekt mit den religiösen Minderheiten zu leben, sondern auch für deren Schutz zu sorgen und ihre Religions- und Gewissensfreiheit zu garantieren. Daher hoffen wir, dass die muslimische Mehrheitsbevölkerung in Bagdad ihren Beitrag leistet und gegen die Gewalt ein klares Wort spricht, die Übergriffe aufs Schärfste verurteilt und ihre Solidarität mit den christlichen Mitbürgern zum Ausdruck bringt.

Dipl.-Ing. Omar Al-Rawi,
Integrationsbeauftragter der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich

Islam-Vertreter verurteilt Anschlag auf Kopten in Ägypten (2)

Al-Rawi kondoliert koptischer Gemeinde in Wien =

Wien (APA) - Der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, der Wiener Landtagsabgeordnete Omar Al-Rawi, hat den blutigen Anschlag auf koptische Christen in Ägypten mit sieben Toten auf das Schärfste verurteilt und der Koptischen Gemeinde in Österreich seine Anteilnahme zum Ausdruck gebracht. "Mit Trauer und Besorgnis haben wir von dem Anschlag auf koptische Christen nach der Weihnachtsmesse in Ägypten erfahren. Diese Tat verurteilen wir. Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen und den Verletzten", erklärte Al-Rawi am Donnerstagin einer Presseaussendung.
 
Außenminister Michael Spindelegger (V) hatte erst kürzlich die Notwendigkeit unterstrichen, der Zunahme von Diskriminierung und Verfolgung von Christen und anderen religiösen Minderheiten verstärkt und mit wirksamen Mitteln entgegenzutreten. Kardinal Christoph Schönborn hatte seine tiefe Sorge über die schlechte Lage von Christen vor allem in islamischen Ländern ausgedrückt. In rund 50 Ländern müssten mehr als 250 Millionen Christen täglich mit Verfolgungen leben. Besonders betroffen seien die Christen in den islamisch beherrschten Ländern. Schönborn in einem Artikel: "Ein einfacher Test:  Fragen Sie, wie es einem Christen bei uns ergeht, der Muslim wird. Und stellen Sie die Gegenfrage: Wie geht es in islamischen Ländern einem Muslim, der Christ wird?"
 
Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Margot Käßmann von Hannover, hatte von den Muslimen in Deutschland und Europa auch ein Eintreten für die Rechte unterdrückter Christen in islamischen Staaten gefordert.

(Schluss) er/ar
 
APA264    2010-01-07/12:19

Schärfste Verurteilung des Anschlags auf koptische Gläubige in Ägypten

Aussendung der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich verurteilt das Attentat auf koptische Gläubige in der ägyptischen Kleinstadt Nag' Hammadi aufs schärfste. Sieben Menschen, sechs Kopten und ein muslimischer Wachmann der Kirche, sind  den blindlings in die Menge abgefeuerten Schüssen zum Opfer gefallen.

Gleichzeitig möchten wir insbesondere den Kopten in Österreich unser aufrichtiges Mitgefühl und Beileid aussprechen. Es ist eine schöne Geste, dass nun schon seit etlichen Jahren auch muslimische Vertreter zum orthodoxen Weihnachtsfest der Kopten eingeladen werden. Diesen Geist gegenseitiger Anerkennung und Respekts suchen wir als Gläubige unterschiedlicher Bekenntnisse zu leben.

Umso deutlicher müssen die Worte in Richtung all jener ausfallen, die Hass und Zwietracht zu stiften suchen. Wenn das Schüren negativer Emotionen dann in blanke Gewalt umschlägt, wird sichtbar, wie gefährlich eine solche Saat der Feindschaft und der Intoleranz ist.

Als Muslime empfinden wir es als Frevel an den eigenen Glaubenswahrheiten das friedliche Zusammenleben der Religionen zu verletzen. Es ist zutiefst betrüblich und Besorgnis erregend, wie gerade zu religiösen Feiertagen mörderische Aggression unschuldige Opfer in den Tod reißt. Diese Feiertage sollten vielmehr auch das Verbindende der Religionen zu Bewusstsein bringen, gerade in ihrer sozialen Verantwortung.

Wien, am 7. Jänner 2010

Rückfragehinweis:

Carla Amina Baghajati
Sprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Mitglied des Obersten Rates
Tel. 06991 2381075 oder 01 2595449
E-mail: baghajati [at] aon.at

Österreichs Muslime verurteilen Terror Mumbai

Islamische Glaubensgemeinschaft: "Gewalttaten aufs Schärfste verurteilt"  

Wien - Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich hat sich gegen die Terrorwelle in Mumbai ausgesprochen. "Die terroristischen Gewalttaten in Mumbai werden von der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich aufs Schärfste verurteilt", heißt es in einer Aussendung der Religionsgemeinschaft am Freitag.

"Während sich Hunderttausende Muslime spirituell auf die Pilgerfahrt nach Mekka vorbereiten und dabei ihre persönliche Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben reflektieren, erschüttern die grausamen  Gewalttaten - sich zu Unrecht auf den Islam berufender Terroristen - die Weltöffentlichkeit", ist weiter zu lesen.

Der Einsatz von Terror und Gewalt sei ein "Irrweg, der außer menschlichem Leid Unschuldiger nur neuerliche Aggression und damit einen Teufelskreis der Gewalt mit sich bringt".       

"Menschenverachtend"

Wer zum Erreichen bestimmter Ziele Opfer in der Zivilbevölkerung, Tod und  Zerstörung in Kauf nehme, agiere "menschenverachtend". "Keine religiöse Legitimierung findet sich in den Quellen des Islam für das, was sich derzeit im früheren Bombay abspielt.

"Die Wichtigkeit des Betonens gemeinsamer Werte und damit die Zurückweisung von Terror sei gerade in einer immer pluralistischer erscheinenden Welt von Bedeutung, heißt es seitens der Religionsgemeinschaft. Für Muslime könne die Konzentration darauf, dass Frieden mit individuellem Handeln verbunden ist, ein "Ansporn" sein, sich auf diesem Weg einzusetzen.

 

Muslim-Appell an den Irak

Sorge über Gewalt gegen Christen

Wien. Die islamischen Verbände und Vereine Österreich haben sich besorgt über Gewalt an Christen im Norden des Irak gezeigt.

In einer von Omar Al-Rawi, dem Integrationsbeauftragten der Islamischen Glaubengemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), übermittelten Erklärung heißt es unter anderem: "Es war und ist die Pflicht der Muslime nicht nur in Friedenszeiten Toleranz und Respekt mit den religiösen Minderheiten zu leben, sondern auch für deren Schutz zu sorgen und ihre Religions- und Gewissensfreiheit zu garantieren", heißt es weiter in der Stellungnahme, die die Angriffe in Mosul scharf verurteilt. Die irakische Regierung wird aufgefordert, endlich für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen.

Erfreut zeigte sich die IGGiÖ in einer weiteren Stellungnahme über die Freilassung der beiden Sahara-Geiseln. Gleichzeitig bitte man aber um eine Differenzierung zwischen islamischen Extremisten und Muslimen in Österreich. Die Entführer hätten nicht islamisch gehandelt.

 

Islamische Verbände in Österreich sorgen sich um Christen im Nordirak

Muslimische Gruppen sehen religiöse Vielfalt gefährdet

Wien (APA) - Mehr als ein Dutzend islamischer Verbände in Österreich haben am Montag die jüngsten Verfolgungen und gewalttätigen Übergriffe gegen Christen im Nordirak verurteilt. In letzter Zeit häuften sich Berichte zu Übergriffen gegen die christliche Bevölkerung in der Region rund um die nordirakische Metropole Mossul (Mosul). Die Verbände sehen es laut einer Aussendung der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) als ihre "religiöse Pflicht" an, "diese Entwicklung aufs Schärfste zu verurteilen", und rufen zu Toleranz und Respekt auf. Die irakische Regierung solle zudem "endlich für die Sicherheit der Bevölkerung" sorgen.

"Die christliche Minderheit war immer schon ein Zeichen der ethnischen und religiösen Vielfalt des Irak", heißt es in der Aussendung. Sie habe ihre Kultur so pflegen können, dass sie etwa "bis heute die aramäische Sprache, die Sprache Jesu, beherrscht und verwendet". Es gebe eine lange Tradition gegenseitigen Respekts zwischen Muslimen und Christen in der Region.

Nach Auffassung der unterzeichnenden Verbände "war und ist die Pflicht der Muslime", Toleranz und Respekt gegenüber der religiösen Minderheit zu leben und das Recht auf Religionsausübung zu gewährleisten. Aufgrund der bisherigen friedlichen Koexistenz der verschiedenen Religionen im Norden des Golfstaates hoffen die islamischen Verbände in Österreich, dass "die muslimische Mehrheitsbevölkerung in Mosul ihren Beitrag leistet und gegen die Gewalt ein klares Wort spricht".

Kritik wird in der Aussendung an den USA laut. Die Spannungen seien "eine direkte Folge der US-Invasion im Irak". Der jüngst erfolgte US-Angriff auf Syrien sowie Rufe nach einen militärischen Angriff auf den Iran gäben zusätzlichen Grund zur Sorge.

(Schluss) fpr/rok/mp

Omar Al-Rawi besorgt über Gewalt an Christen im Norden des Irak

„Die gezielte Ermordung eines Geschäftsmannes war ein trauriger Höhepunkt in der derzeitigen ohnedies von ethnischen und religiösen Konflikten gespannten Lage im Irak“, zeigte sich der Integrationssprecher der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Wiener SPÖ-Gemeinderat Omar Al-Rawi am Dienstag besorgt über jüngste Entwicklungen im Irak. „Christen und Muslime leben seit Jahrhunderten friedlich miteinander, sind und waren nicht nur Nachbarn, sondern auch Freunde“, stellte er klar und betonte: „Daher begrüße ich die Entscheidung der irakischen Regierung 900 Polizisten zusätzlich zum Schutz der christlichen Minderheit abzustellen.“****

Zudem sprach Al-Rawi seine Hoffnung aus, dass „die muslimische Mehrheitsbevölkerung in Mosul ihren Beitrag leistet und gegen die Gewalt ein klares Wort ausspricht, die Übergriffe aufs Schärfste verurteilt und ihre Solidarität mit den christlichen Mitbürgern zum Ausdruck bringt“. Denn, so Al-Rawi abschließend: „Das hat immer der islamischen und irakischen Tradition entsprochen.“ (Schluss)

Rückfragehinweis:

Pressedienst der SPÖ-Wien
Tel.: ++43/ 01/ 53 427-222
wien.presse [at] spoe.at (mailto:)
http://www.wien.spoe.at

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