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Muslimische Jugendliche besuchen die Ausstellung über Angelo Soliman

Wien - Eine Gruppe von rund 30 muslimischen Jugendlichen besuchte gemeinsam mit dem Wiener SP-Gemeinderat Omar Al-Rawi die Ausstellung "Angelo Soliman" im Wien Museum. Dessen Schicksal bewegte alle: als Afrikaner zum fürstlichen Kammerdiener und Lehrer adeliger Kinder aufgestiegen, wurde er spätestens in seinem Tod zum "Ausstellungsstück" degradiert. Damit verknüpft wurde ein kaum bekanntes und sehr zwiespältiges Kapitel österreichischer Geschichte vom 17. bis ins 20. Jahrhundert: Leben und Wirken von AfrikanerInnen in Österreich. 

Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen im Rahmen von Go 4 Culture organisiert. Unter den SchülerInnen und StudentInnen war auch eine Gruppe der Islamischen Fachschule für soziale Bildung, die derzeit ein Genderprojekt mit dem Wien Museum durchführt. SP-Gemeinderat Omar Al-Rawi unterstrich die Wichtigkeit, sich mit dem Thema Diskriminierung eingehend auseinanderzusetzen: "So wie hier im detailliert aufgezeigten Beispiel der AfrikanerInnen, muss die ganze Dimension der Diskriminierungsmechanismen zutage gefördert werden. Rassismus hat viele Gesichter und äußert sich immer wieder gegen dunkelhäutige Menschen und in letzter Zeit auch vermehrt durch steigende Islamfeindlichkeit." 

Zu Beginn des Besuchs richtete der Kulturreferent der Islamischen Religionsgemeinde Wien, Tarafa Baghajati, das Wort an die Jugendlichen: "Alle reden über Integration. Ihr seid aber als ÖsterreicherInnen ein voll integrierter Teil der Gesellschaft. Es geht vielmehr um den sozialen Zusammenhalt, der auch durch kulturellen Austausch gefördert werden soll."

(Schluss)

Al-Rawi: Muslime in Österreich erstmals politisch wahrgenommen

Islam-Feindlichkeit durch Anschläge "im Mainstream gelandet" =

Wien (APA) - Die Anschläge vom 11. September 2001 haben auch das Leben und die Wahrnehmung der Muslime in Österreich nachhaltig verändert. "Der Islam ist hier erstmals politisch wahrgenommen worden", beschreibt der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), Omar Al-Rawi, im APA-Interview die Auswirkungen des Datums. Zwar habe die FPÖ bereits zuvor mit Ansagen gegen Muslime punkten können, "aber dieses Ereignis hat dazu geholfen, dass Islam-Feindlichkeit im Mainstream gelandet ist", so Al-Rawi.

Al-Rawi kann sich - wie die meisten Menschen - noch genau an den Tag der Anschläge erinnern. Mit dem damaligen Wohnbau-Stadtrat Wiens und jetzigem Bundeskanzler Werner Faymann war man am Abend zu einer Sitzung der Bezirksorganisation Liesing eingeladen. Der Auftrag: Beide sollten dort über die Errichtung eines islamischen Friedhofs informieren. "Ich dachte schon, damit wäre das Projekt gestorben", so Al-Rawi, den seine Frau zuvor telefonisch von den Anschlägen berichtet hatte. Noch am Abend hat Al-Rawi mit dem damaligen IGGiÖ-Präsidenten Anas Schakfeh telefoniert, um eine Stellungnahme vorzubereiten.

"Der 11. September hat in Wirklichkeit nicht nur die Welt, sondern auch die Muslime überraschend erwischt", beschreibt Al-Rawi den damaligen Schock-Zustand innerhalb der Glaubensgemeinschaft. Die Reaktionen hätten von "Das können keine Muslime gewesen sein" über "ein schreckliches Verbrechen, von dem man sich distanzieren muss" bis zu "wilden Verschwörungstheorien" gereicht. Erstmals sei man mit einem Terrorakt dieses Ausmaßes konfrontiert gewesen, unter den Muslimen sei von einer "großen Sünde" gesprochen worden. Die Fragehabe gelautet: "Wie können Muslime so etwas machen?"

Was laut Al-Rawi die Anschläge noch bewirkt haben: "Erstmals sind die verschiedenen muslimischen Ethnien in Österreich zusammengerückt." Und auch der Islam selbst sei zum ersten Mal im Mittelpunkt des Interesses gestanden. Al-Rawi erinnert sich an zahlreiche Einladungen zu Vorträgen etwa mit dem Titel "Was ist der Islam?". "Die Medien haben uns entdeckt", so der IGGiÖ-Mann. Und: "Seitdem gibt es wahnsinnig viele Experten, bei denen ich der Meinung bin, dass viele keine Ahnung haben."

(Schluss) cts/an/tah
 
APA028    2011-08-28/06:00

Libyen - Al Rawi: "Gewaltsame Reaktion der Regierung durch nichts zu rechtfertigen"

Lybien - Al Rawi: "Gewaltsame Reaktion der Regierung durch nichts zu rechtfertigen"

Utl.: SP-Gemeinderat appelliert an Regierung und EU: "Einsatz für Demokratie unterstützen" =

Wien (APA) - Besorgt und entsetzt über die Eskalation der Gewalt gegen friedlich für Demokratie und Reformen demonstrierende Menschen im Arabischen Raum, Nordafrika und dem Iran, zeigt sich der aus dem Irak stammende SP-Gemeinderat Omar Al-Rawi. "Leider werden die Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Libyen immer gewalttätiger. Diese gewaltsame Reaktion der Regierungen auf die Proteste ist entsetzlich und durch nichts zu rechtfertigen", betonte Al Rawi in der Nacht auf Dienstag in einer Aussendung und fordert ein sofortiges Ende der Gewalt.

Laut Meldungen der "Human Rights Watch" habe es am Montag allein in der Stadt Benghazi (Bengasi) 173 Tote gegeben, bedauerte der SP-Politiker. "Wir dürfen nun nicht wegsehen, sondern die Menschen in Ihrem Einsatz für Demokratie und soziale Reformen unterstützen und ihnen beistehen. Daher appelliere ich an die österreichische Bundesregierung und die EU, alles zu tun, um die Menschen zu schützen, die Zensur der Medien zu unterbinden und die Entwicklung der Demokratie in diesen Ländern mit allen Mitteln zu fördern", unterstrich Al Rawi.

(Schluss) ed

APA-Zu Schakfeh: Al Rawi fordert Entschuldigung von FPÖ und BZÖ

SP-Politiker und Islam-Funktionär: "Islamfeindliche Agitation einstellen" - SP-Deutsch gegen "Hassprediger in FP-Zentrale"

Wien (APA) - Der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft und Wiener SP-Abgeordnete Omar Al Rawi fordert eine Entschuldigung von FPÖ und BZÖ. Diese hatten islamische Gebetshäuser als "Brutstätten des radikalen Islams" bzw. "Widerstandsnester" demokratiefeindlicher Parallelgesellschaften bezeichnet. Damit sei "ein neuer Tiefpunkt" in der Debatte erreicht, kritisierte Al Rawi gegenüber der APA: "Gerade im Fastenmonat Ramadan den Muslimen auszurichten was man von ihren Gebetsräumen hält, ist ein Schlag ins Gesicht der in Österreich 500.000 lebenden Musliminnen und Muslime."

Gerade der Fastenmonat sei ein guter Anlass, miteinander ins Gespräch zu kommen und Vorurteile abzubauen, so Al Rawi: "Anstatt mit solche Hetze und Pauschalierungen zu agieren, sollten diese Politiker endlich ihre Islamfeindliche Agitation einstellen und sich für die Entgleisungen entschuldigen."

Der Wiener SP-Landesparteisekretär Christian Deutsch kritisierte auch die Forderung von FP-Generalsekretär Harald Vilimsky nach einem "Zuwanderungsverbot" für Menschen aus dem islamischen Raum. "Wenn es bei uns Hassprediger gibt, dann in Straches FPÖ-Parteizentrale", so Deutsch in einer Aussendung. Mit derartigen "Verbalentgleisungen" gefährde die FPÖ das internationale Ansehen Österreichs, den Tourismusstandort "und das friedliche Zusammenleben bis hin zur allgemeinen Sicherheit".

(Schluss) has

APA127    2010-08-22/12:34


Original Aussendung von Al-Rawi

Entsetzt und schockiert weise ich Aussagen von Harald Vilimsky und Gerald Grosz auf das schärfste zurück, wonach Islamische Gebetshäuser als "Brutstätten des radikalen Islams" bzw. "Widerstandsnester einer demokratiefeindlichen und menschenverachtenden Parallelgesellschaft" dargestellt und beschrieben werden.

Nach  den schrecklichen Plakate "Wiener Blut", ist nun ein neuer Tiefpunkt der Rhetorik in der FPÖ / BZÖ Debatte eingelangt.

Gerade im Fastenmonat Ramadan den Muslimen auszurichten was man von ihren Gebetsräumen hält, ist ein Schlag ins Gesicht der in Österreich 500.000 lebenden Muslimminen und Muslime.

Die Fastenzeit hat für Muslime eine besondere Bedeutung.

Spiritualität, Hilfsbereitschaft, Solidarität, Nächstenliebe und Spendenbereitschaft sowie intensive Andacht und die innere Einkehr stehen im Mittelpunkt dieses Fastenmonats. 
In den letzten Jahren haben Vereine und Moscheen diese Gelegenheit genutzt um Nachbarn und Freunde zum gemeinsamen "IFTAR / Fastenbrechen  nach Einbruch der Dunkelheit" einzuladen. 
Somit bietet der Ramadan die Gelegenheit  das Miteinander auch über religiöse und ethnische Grenzen hinweg zu fördern und die gegenseitige Achtung zu stärken.
Dies ist ein guter Anlass, miteinander ins Gespräch zu kommen und Vorurteile abzubauen.

Anstatt mit solche Hetze und Pauschalierungen zu agieren, sollten diese Politiker endlich ihre Islamfeindliche Agitation einstellen und sich für die Entgleisungen entschuldigen.

Dipl.Ing. Omar Al-Rawi 
Integrationsbeauftragter der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich 

Ehrung für Anas Schakfeh - IGGiÖ-Präsident als "Role Model"

Wien (OTS) - Landeshauptmann Dr. Michael Häupl überreichte am Freitag dem Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Anas Schakfeh, das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien. An der Ehrung nahmen neben politischen VertreterInnen des Landes Wien auch zahlreiche BotschafterInnen und hochrangige Repräsentanten von diversen Glaubensgemeinschaften teil. Die Laudatio hielt Dr. Thomas Oliva, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung in Ruhe, der besonders würdigte, dass Schakfeh immer das Prinzip Integration durch Partizipation hochgehalten und gelebt habe.****

Häupl betonte in seiner Begrüßung, dass sich die Stadt Wien bereits über lange Zeit durch eine besondere Form des Zusammenlebens der verschiedenen Religionen ausgezeichnet habe. Die spezielle Qualität und Wertehaltung in einer Gesellschaft mache dabei die gemeinsame Verurteilung des Terrors aus. Er dankte Schakfeh dafür, dass er sich immer schon für das friedliche Miteinander stark gemacht habe. Schakfeh drückte seinen Dank an die Stadt Wien für diese hohe Auszeichnung aus, vor allem dankte er Bürgermeister Häupl persönlich für die gute und verständnisvolle  Kooperation mit der Islamischen Glaubensgemeinschaft und führte als Beispiel die Errichtung des Islamischen Friedhofs an. Er habe in Wien seinen Lebensweg gefunden und sei davon überzeugt, dass nur im Dialog etwas verändert werden könne.

Lebenslauf Anas Schakfeh

Anas Schakfeh wurde 1943 in Syrien geboren. Er studierte in Österreich und war Mitbegründer, Generalsekretär und Vorsitzender der Muslimischen Studentenunion Wien. Seit dem Jahr 2000 ist Schakfeh Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, vorher bereits geschäftsführender Präsident. In dieser Funktion setzt sich Schakfeh stets für den konstruktiven Dialog zwischen den Religionen ein. 2003 initiierte er in Graz die erste europäische Imam-Konferenz, und auch die Gleichberechtigung der Frau in der muslimischen Gesellschaft ist ihm ein Anliegen.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) du


IGGiÖ-Präsident als "Role Model": Schakfeh in Wien ausgezeichnet

Gebürtiger Syrer seit 1999 oberster Vertreter der heimischen Muslime

Wien (APA) - Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), Anas Schakfeh, ist am Freitag mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien ausgezeichnet worden. Der 67-jährige gebürtige Syrer steht seit 1999 an der Spitze der Vereinigung. Laudator Thomas Oliva lobte den IG-Chef dafür, dass er ein konfliktfreies Miteinander in Wien ermögliche - und betonte: "Sie sind ein Role Model."

Auch Bürgermeister Michael Häupl (S) bedankte sich bei Schakfeh. Dieser seit mitverantwortlich dafür, dass die Kooperation der Religionsgemeinschaften in Wien so gut funktioniere: "Dazu, Herr Präsident, haben sie unendlich viel beigetragen."

Thomas Oliva, ehemaliger Chef der Wiener Industriellenvereinigung und Vorsitzender der Wiener Zuwanderungskommission, verwies auf die Bedeutung von Integration, die durch Partizipation - nicht durch Assimilation - geschehen solle. Eigene Werte müssten nicht aufgegeben werden. "Das hat nichts mit der Errichtung von Parallelgesellschaften zu tun", versicherte Oliva.

Werde Integration als Partizipation, also als Teilnahme verstanden, dann gehöre dazu auch Toleranz. Lediglich gegen Intoleranz müssen man intolerant sein. Oliva erinnerte auch an wichtige "Wegkreuzungen" im Leben des IGGiÖ-Präsidenten - unter anderem an die Imame-Konferenz 2005 in Graz - und auf die Verdienste des Geehrten im Bereich Bildung.

"In Wien zu leben ist nicht nur schön, es ist ein Privileg", versicherte Schakfeh. Und es sei ein besonderer Tag, da er eine Wiener Ehrung erhalte. Er habe in seiner Tätigkeit als Präsident der Glaubensgemeinschaft "natürlich viele Höhen und Tiefen" erlebt, aber er sei dankbar, dass ihm Einiges gelungen sei: "Denn die letzten zehn Jahre waren gekennzeichnet von der Realisierung wichtiger Infrastrukturprojekte."

So sei es etwa möglich gewesen, einen Friedhof für die Muslime zu errichten, erinnerte Schakfeh. Auch konfessionelle Schulen seien gebaut worden. Der IG-Präsident bedankte sich bei Häupl für die Unterstützung dieser Projekte.

Anas Schakfeh ist als Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft oberster Vertreter der österreichischen Muslime. Er arbeitete als Dolmetscher, Religionslehrer und Fachinspektor für den islamischen Religionsunterricht. Seit 1980 ist er österreichischer Staatsbürger. Seit Herbst 1999 steht er an der Spitze der Glaubensgemeinschaft.

Schakfeh wurde am 6. März 1943 in Hama in Syrien geboren. Nach der Reifeprüfung in Damaskus besuchte er das theologische Seminar in seiner Geburtsstadt. 1965 kam er nach Österreich. Er studierte vorerst Medizin und Arabistik und stieg später auf die Dolmetsch-Ausbildung um. Von 1977 bis 1984 war er in diesem Bereich tätig. 1984 wechselte er als Religionslehrer an eine Wiener AHS, im September 1998 wurde er Fachinspektor für den islamischen Religionsunterricht.

Bereits 1987 wurde er zum Vorsitzenden der Religionsgemeinde Wien, Niederösterreich und Burgenland gewählt. 1997 wurde Schakfeh geschäftsführender Präsident der Glaubensgemeinschaft, deren Führung er nach dem Tod seines Vorgängers Ahmad Abdelrahimsai 1999 auch offiziell übernahm. 2007 gab er seinen Rückzug bekannt, ein Nachfolger an der Spitze der Glaubensgemeinschaft wurde aber noch nicht gekürt.

Islam-Vertreter verurteilt Anschlag auf Kopten in Ägypten (2)

Al-Rawi kondoliert koptischer Gemeinde in Wien =

Wien (APA) - Der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, der Wiener Landtagsabgeordnete Omar Al-Rawi, hat den blutigen Anschlag auf koptische Christen in Ägypten mit sieben Toten auf das Schärfste verurteilt und der Koptischen Gemeinde in Österreich seine Anteilnahme zum Ausdruck gebracht. "Mit Trauer und Besorgnis haben wir von dem Anschlag auf koptische Christen nach der Weihnachtsmesse in Ägypten erfahren. Diese Tat verurteilen wir. Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen und den Verletzten", erklärte Al-Rawi am Donnerstagin einer Presseaussendung.
 
Außenminister Michael Spindelegger (V) hatte erst kürzlich die Notwendigkeit unterstrichen, der Zunahme von Diskriminierung und Verfolgung von Christen und anderen religiösen Minderheiten verstärkt und mit wirksamen Mitteln entgegenzutreten. Kardinal Christoph Schönborn hatte seine tiefe Sorge über die schlechte Lage von Christen vor allem in islamischen Ländern ausgedrückt. In rund 50 Ländern müssten mehr als 250 Millionen Christen täglich mit Verfolgungen leben. Besonders betroffen seien die Christen in den islamisch beherrschten Ländern. Schönborn in einem Artikel: "Ein einfacher Test:  Fragen Sie, wie es einem Christen bei uns ergeht, der Muslim wird. Und stellen Sie die Gegenfrage: Wie geht es in islamischen Ländern einem Muslim, der Christ wird?"
 
Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Margot Käßmann von Hannover, hatte von den Muslimen in Deutschland und Europa auch ein Eintreten für die Rechte unterdrückter Christen in islamischen Staaten gefordert.

(Schluss) er/ar
 
APA264    2010-01-07/12:19

Islam-Vertreter verurteilen Anschlag auf Kopten in Ägypten (1)

Islam-Vertreter verurteilen Anschlag auf Kopten in Ägypten

Utl.: Baghajati: Gefährliche Saat der Feindschaft und Intoleranz Wien/APA

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) hat das jüngste Attentat auf koptische Christen in Ägypten auf das Schärfste verurteilt. "Gleichzeitig möchten wir insbesondere den Kopten in Österreich unser aufrichtiges Mitgefühl und Beileid aussprechen. Es ist eine schöne Geste, dass nun schon seit etlichen Jahren auch muslimische Vertreter zum orthodoxen Weihnachtsfest der Kopten eingeladen werden. Diesen Geist gegenseitiger Anerkennung und Respekts suchen wir als Gläubige unterschiedlicher Bekenntnisse zu leben", hieß es in einer Aussendung von IGGiÖ-Pressesprecherin Carla Amina Baghajati.

"Umso deutlicher müssen die Worte in Richtung all jener ausfallen, die Hass und Zwietracht zu stiften suchen. Wenn das Schüren negativer Emotionen dann in blanke Gewalt umschlägt, wird sichtbar, wie gefährlich eine solche Saat der Feindschaft und der Intoleranz ist. Als Muslime empfinden wir es als Frevel an den eigenen Glaubenswahrheiten, das friedliche Zusammenleben der Religionen zu verletzen. Es ist zutiefst betrüblich und Besorgnis erregend, wie gerade zu religiösen Feiertagen mörderische Aggression unschuldige Opfer in den Tod reißt. Diese Feiertage sollten vielmehr auch das Verbindende der Religionen zu Bewusstsein bringen, gerade in ihrer sozialen Verantwortung", so die IGGiÖ-Stellungnahme.  (Schluss) er/ar

APA285    2010-01-07/12:38


Islam-Vertreter verurteilt Anschlag auf Kopten in Ägypten

Utl.: Al-Rawi kondoliert koptischer Gemeinde in Wien

Wien (APA) - Der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, der Wiener Landtagsabgeordnete Omar Al-Rawi, hat den blutigen Anschlag auf koptische Christen in Ägypten mit sieben Toten auf das Schärfste verurteilt und der Koptischen Gemeinde in Österreich seine Anteilnahme zum Ausdruck gebracht. "Mit Trauer und Besorgnis haben wir von dem Anschlag auf koptische Christen nach der Weihnachtsmesse in Ägypten erfahren. Diese Tat verurteilen wir. Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen und den Verletzten", erklärte Al-Rawi am Donnerstag in einer Presseaussendung.

Erneute Demo in Wien gegen "Massaker in Gaza"

Mehrere tausend Demonstranten - "Militärische Großoffensive in keiner Weise einem Friedensprozess förderlich"

Wien (APA) - Zu einer neuerlichen Demonstration gegen die israelische Militäroffensive im Gazastreifen ist es am Freitag in Wien gekommen. Bei der Kundgebung in der Innenstadt wurde Israel angeklagt und Hilfe für die palästinensische Bevölkerung durch die internationale Staatengemeinschaft eingefordert. Besonders scharf verurteilt wurde, dass Israel auch eine UNO-Schule bombardiert und "medizinisches Personal attackiert" habe.

Der ÖAMTC, der von umfangreichen Verkehrsbehinderungen wegen der Demonstration berichtete, schätzte die Teilnehmerzahl auf rund 2.000, die Veranstalter von der Initiative "Stoppt das Massaker in Gaza" sprachen von 5.000 bis 6.000 Demonstranten. In den vergangenen Tagen hatten in Wien bereits mehrere Kundgebungen gegen die israelische Offensive im Gazastreifen stattgefunden.

"Vor den Augen der Welt werden Zivilisten kaltblütig bombardiert - Zivilisten, die seit über 18 Monaten durch die Abriegelung von Gaza förmlich ausgehungert worden waren und deren katastrophale humanitäre Situation eines Aufschreis der Weltöffentlichkeit bedurft hätte", erklärte Tarafa Baghajati, Sprecher der Demonstranten, in einer Aussendung. Die Route der Kundgebung führte von der Oper Richtung Burgtheater und weiter zum Ballhausplatz.

Laut Angaben der Initiative hätten bereits 90 Vereine und Organisationen eine Petition zum "Stopp des Massakers" unterzeichnet. Darunter befänden sich neben muslimischen, arabischen und türkischen Vereinen auch weitere Organisationen der Zivilgesellschaft. Man fordere die Weltgemeinschaft auf, allen voran die arabischen Staaten, die EU, die UNO sowie den künftigen US-Präsidenten Barack Obama, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um dieses Blutbad umgehend zu beenden.

"Der Krieg gegen den Libanon 2006 hat gezeigt, dass militärische Großoffensiven in keiner Weise einem Friedensprozess förderlich sind", argumentierte Baghajati. Österreich käme als Mitglied des UNO-Sicherheitsrates eine besondere Rolle zu. Dabei appellierte die Initiative in ihrer Aussendung an die österreichische Regierung, diese Verantwortung auch zu übernehmen. "Das Töten von hunderten Menschen ist ein Massaker gegen die Bevölkerung in Gaza und muss daher eindeutig verurteilt werden."

(Schluss) fpr/le/mgh/za

Nahost: "Lasst Gaza leben" - Solidaritätsdemo vor Wiener UNO-City

Hunderte Demonstranten forderten Ende der israelischen Angriffe

Wien (APA) - Auch am Dienstag ist es in Wien wieder zu lautstarken Protestkundgebungen gegen die israelische Offensive im Gazastreifen gekommen. Bei klirrender Kälte fanden sich mehrere hundert Männer, Frauen und Kinder vor der Wiener UNO-City ein, um unter dem Motto "Lasst Gaza leben" mit Transparenten und in Sprechchören Israel anzuklagen und Hilfe durch die internationale Staatengemeinschaft einzufordern.

Die Kundgebung mit rund 700 Teilnehmern verlief ruhig, die Polizei hatte aber mit einem massiven Aufgebot an Einsatzkräften auch für eine wesentlich größere Demo vorgesorgt. Die Demonstranten wollten auch eine Petition der eigenen Angaben zufolge insgesamt bereits 85 an der Initiative "Stoppt das Massaker in Gaza" beteiligten Organisationen an UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon übergeben.

Begleitet von Sprechchören wie "Kindermörder Israel" oder "Menschenrechte für Alle", schwenkten Erwachsene wie Kinder vor dem Eingang zum Wiener UNO-Hauptquartier großformatige Bilder von verstümmelten Leichen, verletzten, blutenden und weinenden Kindern im Gazastreifen.

"Die israelische Regierung wird, wie zuvor im Libanon-Krieg 2006, ihre Ziele nicht erreichen", erklärte Tarafa Baghajati, Sprecher der Initiative "Stoppt das Massaker in Gaza" dazu in einer Aussendung. "Die Chance auf Frieden in der Region wird durch die Militäroperation in weite Ferne gerückt." Die EU-Staaten forderte er auf, "sich auf die Seite des Völkerrechtes zu stellen und diese Verletzung des Völkerrechtes eindeutig zu verurteilen."

Österreich komme als nunmehriges Mitglied des UNO-Sicherheitsrates für die Initiative eine besondere Rolle zu. "Wir fordern die österreichische Regierung auf, diese Verantwortung zu übernehmen", forderte Baghajati. "Das Töten von Hunderten Menschen ist ein Massaker gegen die Bevölkerung in Gaza und muss daher eindeutig verurteilt werden."  "Keinesfalls", betonte er aber, "darf dieser Konflikt zu Konfrontationen zwischen Muslimen und Juden in Europa führen. Man muss, wie bisher in Österreich, weiterhin gemeinsam gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit kämpfen."

(Schluss) an/mri

Österreichische Muslime verurteilen "mörderische" Gaza-Angriffe

Gemeinsame Erklärung veröffentlicht - Aufruf zu Großdemonstration

Wien (APA) - Österreichische Muslime haben am Sonntag in einer von mehreren Organisation unterzeichneten gemeinsamen Erklärung "das mörderische Vorgehen der israelischen Armee gegen die wehrlose Bevölkerung von Gaza auf das schärfste verurteilt".

Die Erklärung wurde der APA von Tarafa Baghajati von der "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen" übermittelt.

Vor den Augen der Welt würden "Zivilisten kaltblütig bombardiert", heißt es in dem Schreiben. Es handle sich um Zivilisten, "die seit über 18 Monaten durch die Abriegelung von Gaza förmlich ausgehungert" worden seien und deren "katastrophale humanitäre Situation eigentlich eines Aufschreis der Weltöffentlichkeit bedurft hätte".

Hinter jedem der Hunderten Toten stünden "ein menschliches Schicksal und trauernde verzweifelte Hinterbliebene", heißt es in der Erklärung weiter. Zahlreiche Frauen und Kinder seien unter den Getöteten. Den ungezählten Verletzten könne in den besonders von der israelischen Blockade betroffenen Spitälern kaum die erforderliche medizinische Hilfe geleistet werden.

Auch das Töten von Beamten und Polizisten sei ein "Kriegsverbrechen", auch wenn sie Uniformierte seien. "Diese sind keine bewaffneten Kämpfer, sondern Angehörige des Verwaltungsapparats" wird in der Erklärung betont.

Die Unterzeichner fordern die Weltgemeinschaft auf, "allen voran die arabischen Staaten, die EU, die UNO sowie den neuen US Präsidenten Barak Obama, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um dieses Blutbad schleunigst zu beenden." Auch die europäische und die österreichische Zivilgesellschaft und die Politik müssten ihre Solidarität mit der leidenden palästinensischen Bevölkerung deutlich auszudrücken.

An die Medien wird appelliert, "eine sachliche Berichterstattung zu führen". Die "schrecklichen Bilder", die in diversen internationalen Sendern ausgestrahlt würden, müssten "aus journalistischer Informationspflicht" gezeigt werden. Die "vorbildliche Initiative" "Licht ins Dunkel" wird gebeten, mit einem Teil der gesammelten Spenden den Spitälern in Gaza zu helfen.

Schließlich appellieren die Unterzeichner der Erklärung "an die palästinensische Organisationen, den Versöhnungsprozess voranzutreiben und zu vertiefen, um die Einheit des palästinensischen Volkes zu bestärken".

Auf die Beendigung der Waffenruhe durch die Hamas und die auf Israel gefeuerten Kassam-Raketen wird in der Erklärung kein Bezug genommen.

Für kommenden Freitag wird "zu einer großen Demonstration" aufgerufen. Details dazu sollen noch bekanntgegeben werden.

(Schluss) zaa

 

 

 

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