Nahost: "Lasst Gaza leben" - Solidaritätsdemo vor Wiener UNO-City

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Dienstag, 6 Januar, 2009
Nahost: "Lasst Gaza leben" - Solidaritätsdemo vor Wiener UNO-City

Hunderte Demonstranten forderten Ende der israelischen Angriffe

Wien (APA) - Auch am Dienstag ist es in Wien wieder zu lautstarken Protestkundgebungen gegen die israelische Offensive im Gazastreifen gekommen. Bei klirrender Kälte fanden sich mehrere hundert Männer, Frauen und Kinder vor der Wiener UNO-City ein, um unter dem Motto "Lasst Gaza leben" mit Transparenten und in Sprechchören Israel anzuklagen und Hilfe durch die internationale Staatengemeinschaft einzufordern.

Die Kundgebung mit rund 700 Teilnehmern verlief ruhig, die Polizei hatte aber mit einem massiven Aufgebot an Einsatzkräften auch für eine wesentlich größere Demo vorgesorgt. Die Demonstranten wollten auch eine Petition der eigenen Angaben zufolge insgesamt bereits 85 an der Initiative "Stoppt das Massaker in Gaza" beteiligten Organisationen an UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon übergeben.

Begleitet von Sprechchören wie "Kindermörder Israel" oder "Menschenrechte für Alle", schwenkten Erwachsene wie Kinder vor dem Eingang zum Wiener UNO-Hauptquartier großformatige Bilder von verstümmelten Leichen, verletzten, blutenden und weinenden Kindern im Gazastreifen.

"Die israelische Regierung wird, wie zuvor im Libanon-Krieg 2006, ihre Ziele nicht erreichen", erklärte Tarafa Baghajati, Sprecher der Initiative "Stoppt das Massaker in Gaza" dazu in einer Aussendung. "Die Chance auf Frieden in der Region wird durch die Militäroperation in weite Ferne gerückt." Die EU-Staaten forderte er auf, "sich auf die Seite des Völkerrechtes zu stellen und diese Verletzung des Völkerrechtes eindeutig zu verurteilen."

Österreich komme als nunmehriges Mitglied des UNO-Sicherheitsrates für die Initiative eine besondere Rolle zu. "Wir fordern die österreichische Regierung auf, diese Verantwortung zu übernehmen", forderte Baghajati. "Das Töten von Hunderten Menschen ist ein Massaker gegen die Bevölkerung in Gaza und muss daher eindeutig verurteilt werden."  "Keinesfalls", betonte er aber, "darf dieser Konflikt zu Konfrontationen zwischen Muslimen und Juden in Europa führen. Man muss, wie bisher in Österreich, weiterhin gemeinsam gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit kämpfen."

(Schluss) an/mri

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